Blutsenkung
Auch in der modernen Labormedizin hat die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) als vergleichsweise einfache Methode ihren Platz als unspezifischer Krankheitsindikator behalten. Bis heute sind nicht alle Faktoren bekannt, die die BSG beeinflussen. Deshalb kann sie nur unterstützend wirken und nie der einzige Schlüssel einer Diagnose sein. Eine normale BSG schließt eine Erkrankung nicht aus.
In der Rheumatologie wird die BSG vor allem zur Verlaufs- und Therapiekontrolle genutzt.
Zur Optimierung der Messung und Eliminierung vieler Störfaktoren haben wir unsere Analytik verbessert. Die Messung erfolgt kinetisch und zeigt eine sehr gute Korrelation zur Westergreen Methode.
Die wesentlichen Vorteile des neuen Systems sind:
Messung auch nach langen Transportwegen innerhalb 24 Stunden
gekühlte Proben können auch noch nach 48 Stunden gemessen werden
Messung wird durch niedrige Hämatokritwerte nicht beeinflusst
keine Störung durch Kälteagglutinine oder Medikamente
Messung aus der EDTA-Monovette ohne Verdünnung / empfohlene Richtlinie der NCCLS (National Commite of Clinical Chemistry )
geringer Probenbedarf
Referenzbereiche:
Männer < 50 Jahre < 15 mm
Männer > 50 Jahre < 20 mm
Frauen < 50 Jahre < 20 mm
Frauen > 50 Jahre < 25 mm
Neugeborenes Kind 0 2 mm
Kinder bis 16 Jahre 3 13 mm
Nicht bei allen Anforderungen (z.B. maschinenlesbare LG- bzw. Klinik-Karte) ist eine Spezifizierung nach dem Lebensalter möglich. Zur besseren Übersicht kann obige Tabelle genutzt werden.

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