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 Cystische Fibrose - Mukoviszidose

OMIM 219700

 

Klinik

Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF) ist die häufigste autosomal rezessiv erbliche Erkrankung in Bevölkerungen europäischer Herkunft mit einer Inzidenz von 1 auf 2500 Neugeborene und einer Heterozygotenhäufigkeit von 4 %. Sie betrifft vor allem das Bronchialsystem mit zäher Schleimbildung und häufigen Infektionen. Das klinische Spektrum reicht von milden Formen respiratorischer Störungen bis zu schwersten pulmonalen Symptomen mit Pneumonien und Sinusitiden. Etwa 5-10% der Neugeborenen mit Mukoviszidose entwickeln eine schwere intestinale Obstruktion (Mekonium-Ileus).

 

Genetik

Im CFTR-Gen (Cystische-Fibrose-Transmembran-Regulator-Gen), das auf dem Chromosom 7 lokalisiert ist, sind weltweit mehr als 1000 Mutationen bekannt, die homozygot oder „compound“ heterozygot eine Mukoviszidose verursachen können. Hauptmutation ist die deltaF508, eine Deletion von 3 Basenpaaren, die zum Verlust der Aminosäure Phenylalanin in der Aminosäureposition 508 führt und in Deutschland auf ca. 70% aller CF-Chromosomen nachweisbar ist. Mit der Analyse von 31 weiteren Mutationen, darunter allen mit einer Häufigkeit von >1% vorkommenden Varianten, erfasst man ca. 87 % des gesamten in der deutschen Bevölkerung auftretenden Mutationsspektrums.

 

Indikation

- Klinischer Verdacht auf Mukoviszidose

- Untersuchung von Familienangehörigen betroffener Indexpatienten

 

Molekulargenetische Diagnostik

- Oligonukleotid-Ligations-Assay (OLA) mit automatischer Fluoreszenzdetektion der Mutationen deltaF508, G551D, R553X, 2184delA, 711+1G>T, G85T, 2789+5G>A, W1282X, 3905insT, 3849+4A>G, N1303K, Q493X, deltaI507, F508C, V520F, R334W, R347P/H, 1078delT, 3849+10kbC>T, 1717-1G>A, G542X, S549N/R, R506T, A455E, R1162X, 3659delC, R117H, Y122X, 621+1G>T, 1898+1G>A und CFdele21kb

- ggf. Komplettsequenzierung des gesamten kodierenden Bereiches des CFTR-Gens

- ggf. MLPA-Analyse im CFTR-Gen zum Nachweis exonübergreifender Deletionen und Duplikationen

Die Untersuchung ist bei der DACH nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert

 

Material: 2 ml EDTA-Vollblut (kleines Röhrchen, originalverschlossen)

Kosten: Kosten: Die Untersuchung unterliegt nicht der Budgetierung (Ausnahmeziffer 32010;  Überweisungsschein 6)

Bearbeitungszeit:

Mutationsscreening aus Vollblut: ca. 1 Woche

Komplettsequenzierung: ca. 2 Monate

 

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