Holt-Oram-Syndrom - Herz-Hand-Syndrom
OMIM 142900
Klinik
Erbliche Fehlbildungskombination des Herzens und der Hand, der Krankheitswert wird durch die kardiovaskulären Dysplasien bestimmt. Die häufigsten Herzfehler sind Vorhofseptumdefekte mit Arrhythmie und Bradykarie, Ventrikelseptumdefekte und Pulmonalarterien-Hypoplasie. Weiterhin treten symmetrische oder asymmetrische Fehlbildungen der oberen Extremitäten unterschiedlichen Grades auf: Aplasie, Hypoplasie oder Dreigliedrigkeit der Daumen, Anomalien der langen Röhrenknochen und des Schultergürtels.
Genetik
Autosomal-dominanter Erbgang mit hoher Penetranz und variabler Expressivität, das Gen TBX5 (Mitglied der T-Box-Transkriptionsfaktor-Familie) ist auf Chromosom 12q24.1 lokalisiert. Bislang sind 15 krankheitsverursachende Mutationen beschrieben, der größte Teil davon Nonsense- oder Frameshiftmutationen mit frühzeitigem Transkriptionsstop.
Indikation
Klinischer Verdacht auf Holt-Oram-Syndrom
Molekulargenetische Diagnostik
Mutationsanalyse im TBX5-Gen mittels PCR und DNA-Sequenzierung der 7 kodierenden Exons
Die Untersuchung ist bei der DACH nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert
Material: 2 ml EDTA-Vollblut (kleines Röhrchen, originalverschlossen)
Kosten: Die Untersuchung unterliegt nicht der Budgetierung (Ausnahmeziffer 32010; Überweisungsschein 6)
Bearbeitungszeit: 1 Woche

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