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 Homocysteinämie

OMIM 236250

 

Klinik

Eine Erhöhung des Blut-Homocystein-Spiegels ist ein Risikofaktor für arteriosklerotische und thromboembolische Erkrankungen, vergleichbar mit Hyperlipidämie, Rauchen und Bluthochdruck. Es wurde eine positive Korrelation zwischen erhöhten Homocysteinspiegeln und dem Auftreten von Schlaganfällen und Myokardinfarkten nachgewiesen. Bereits mäßige Erhöhungen des Homocysteinspiegels können zu Funktionsstörungen des Gerinnungssystems und Veränderungen der Morphologie des Gefäßsystems führen. Die Hyperhomocysteinämie ist häufig mit anderen thromoembolischen Erkrankungen wie z.B. Faktor V-Leiden kombiniert. Das Risiko für arterielle oder venöse thromboembolische Erkrankungen steigt damit deutlich an.

 

Genetik

Homocystein ist Substrat für die Synthese der Aminosäure Methionin. Unmittelbaren Einfluß auf den Methioninspiegel hat das Enzym Methylentetrahydrofolatreduktase (MTHFR), das den Methylgruppenträger für die Methioninsynthese aus Homocystein zur Verfügung stellt. Eine Funktionsstörung dieses Enzyms bewirkt eine erhöhte Konzentration des cytotoxischen Intermediärproduktes Homocystein im Organismus. Eine Hauptursache für die eingeschränkte Enzymfunktion ist eine C zu T Substitution an Position 677 des MTHFR-Gens, das die Aminosäure Alanin in der Aminosäureposition 222 durch Valin ersetzt. 11% der Bevölkerung tragen diese Mutation im homozygoten Zustand. Der C677T-Genotyp bzw. die sich in der Regel daraus ergebende Hyperhomocysteinämie werden heute als Risikofaktoren u.a. für venöse Thrombosen, Schlaganfälle und koronare Herzerkrankungen angesehen und machen daher eine entsprechende Diagnostik notwendig.

Ein weiterer Polymorphismus im MTHFR-Gen, A1298C, der sich in der Aminosäuresubstitution E429A manifestiert und bei ca. 33% der Bevölkerung nachweisbar ist, bewirkt in "compound" Heterozygotie mit C677T ebenfalls eine Erhöhung des Homocysteinspiegels im Plasma, wogegen Hetero- oder Homozygotie des Polymorphismus A1298C allein nach heutigem Erkenntnisstand keine krankheitsverursachende Wirkung aufweisen.

Bei allen Anlageträgern ist der Homocysteinspiegel erhöht. Wenn ernährungsbedingte Faktoren wie Vitaminmangel (B6, B12, Folsäure), hohe Methioninspiegel und Wechselwirkung mit bestimmten Medikamenten (Methotrexat, Carbamazepin, Theophyllin, Phenytoin) hinzukommen, steigt das artheriosklerotische Risiko deutlich an.

 

Indikation

- zum Ausschluss einer hereditären Thrombose– oder Embolieneigung

- differentialdiagnostische Abklärung bei peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten, Myokardinfarkten, transitorisch-ischämischen Attacken, zerebralen Insulten

 

Molekulargenetische Diagnostik

Real-time-PCR zum Nachweis der Mutationen A222V und E429A

Die Untersuchung ist bei der DACH nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert

 

Material: 2 ml EDTA-Vollblut (kleines Röhrchen, originalverschlossen)

Kosten: Die Untersuchung unterliegt nicht der Budgetierung (Ausnahmeziffer 32010;  Überweisungsschein 6)

Bearbeitungszeit: 3 Tage

 

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