Influenza A-, Influenza B-, RSV- und Mycoplasma-Antigen-Bestimmung aus dem Abstrich
Akute respiratorische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. Viele dieser Infekte sind viraler Genese (u.a. Influenza A und B, RSV), zu den wichtigsten bakteriellen Erregern zählen Mycoplasma pneumoniae und Chlamydia pneumoniae. Insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und immunsupprimierten Patienten können diese so genannten banalen Infekte ein schweres Krankheitsbild hervorrufen. Da bei rechtzeitiger Diagnose eine Therapie sowohl für Influenza- als auch für Mycoplasma-Infekte zur Verfügung steht, die Klinik aber nur selten Rückschlüsse auf den Krankheitserreger zulässt, kommt der Labordiagnostik eine bedeutende Rolle zu. Der Nachweis der gerade bei Kindern (vor allem Kleinkindern) häufig vorkommenden Infektionen durch das Respiratory Syncytial Virus (RSV) ergänzt das Untersuchungsspektrum.
Nachweismethode der Wahl ist der direkte Antigennachweis mittels Immunoassay.
Vorteile im Vergleich zu den früher üblichen Antikörpertesten:
- direkter Erregernachweis (Influenza-Virus A / B, Respiratory Syncytial Virus)
- schnellere Befundung durch kürzere Laufzeit
Als Probenmaterial kommen verschiedene Abstrichmöglichkeiten in Frage:
1. Nasopharyngealabstrich
2. Nasen-Rachensekret
3. Bronchiallavage
Die Zuverlässigkeit der Ergebnisse hängt im Wesentlichen von der qualifizierten Materialgewinnung ab. Deshalb ist es sehr wichtig, bei der Entnahme von Abstrichen ausreichend Material (2 Abstriche bei mehr als 2 Antigen-Untersuchungen!) zu gewinnen.
Zur Probenentnahme werden die für bakteriologische Untersuchungen üblichen Transportmedien mit "Abstrichtupfern" (Watteträgern) ohne Kohlezusatz (transparent) empfohlen.
Hinweis: während der Wintersaison finden Sie aktuelle und fundierte Informationen zur Aktivität der Influenza auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). 
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