Fortschritte in der Erkennung und Behandlung der Ursachen von Knochenschwund (Osteoporose)
In den letzten Jahren gab es zahlreiche Veröffentlichungen, die gezeigt haben, dass bei Frauen nach der Menopause (den Wechseljahren) und bei Männern im Alter über 65 Jahren in sehr vielen Fällen eine Unterversorgung mit Vitamin D besteht. Man fand, dass die meisten Personen in diesem Alter einen Vitamin D-Spiegel unter 25 µg/l aufweisen. Am deutlichsten ist ein D-Mangel in den Monaten von Januar bis April in Deutschland zu finden. In einer Untersuchung an über 500 Personen in Heidelberg konnte bei keiner der teilnehmenden Frauen in den Wintermonaten ein Vitamin-D-Spiegel im Optimalbereich (25-70 µg/l) gefunden werden. Frauen weisen jetzt eine schlechtere Vitamin-D-Versorgung als Männer auf, da viele Kosmetika Lichtschutzfaktoren enthalten.
Der Mangel an Vitamin D und ein zuviel an Hormon der Nebenschilddrüse (Parathor-mon) wirken sich besonders ungünstig aus, wenn das Skelett hormonell nicht mehr so gut geschützt ist (vor allem bei Frauen in den Wechseljahren). Die Werte für das weibliche Geschlechtshormon (Östradiol), die für den Knochen wichtig sind, konnten in den letzten Jahren sehr genau ermittelt werden.
Durch ein neues, hoch empfindliches und sehr präzises Messgerät ist es jetzt möglich, die Östradiolspiegel bei Frauen in den Wechseljahren und bei Männern zu bestimmen. Dadurch können jetzt auch routinemäßig erniedrigte Spiegel erfasst werden und diese Risikogruppe kann identifiziert werden.
Zusammenfassung:
Die meisten Fälle von Osteoporose entstehen,weil zu wenig Vitamin D im Winter und dadurch ein zu viel an Parathormon, auf ein hormonell schlecht geschütztes Skelett (zu wenig Östradiol) treffen.
Neues Konzept für die Früherkennung der Osteoporosegefährdung und für die Diagnose bei vorhandener Osteoporose:
Erkennung des Vitamin-D-Mangels, Messung des Parathormons und Erfassung eines Östradiolmangels und gesteigerten Knochenabbaus.
Für die Durchführung der erforderlichen Laboranalysen ist es erforderlich, dass Sie früh morgens zur Blutentnahme gehen und nüchtern sind (es darf nur Wasser getrunken werden), weil die Werte sonst verfälscht werden.
Es werden Ihnen 2 Röhrchen Blut für alle erforderlichen Blutuntersuchungen entnom-men.
Hinweis zur Kosteneinsparung durch Vorsorge:
Durch rechtzeitige Erkennung und Behandlung eines Vitamin-D-Mangels (außerordentlich preiswert möglich, z.B. pro Monat 1 Kapsel Dekristol 20.000), entstehen nur Kosten von wenigen Euro pro Jahr. Sollte die zusätzliche Gabe z.B. eines niedrig dosierten transdermalen Östradiolpflasters erforderlich werden, fallen noch einmal Therapiekosten in Höhe von etwa 120,-- pro Jahr an.
2/2006

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