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MRSA-Diagnostik
Diagnostik von Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae


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 MRSA-Diagnostik

In immer mehr Krankenhäusern führt die zunehmende Verbreitung multiresistenter Staphylococcus aureus (MRSA) zu erheblichen finanziellen Belastungen und zu erhöhten Risiken für die Patienten.

Gerade in Ausbruchssituationen, aber auch beim Screening neuer Patienten spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Leider benötigen konventionelle (kulturelle) bakteriologische Verfahren mindestens 2-3 Tage, bis eine MRSA-Besiedlung oder -Infektion ausgeschlossen werden kann; ein relativ langer Zeitraum also, in dem die Keime auf andere Patienten oder das Personal übertragen werden können.

Diese diagnostischen Nachteile können jetzt mit neu entwickelten molekularbiologischen Verfahren überwunden werden.

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, daß wir in unserem Labor die Durchführung eines Multiplex-PCR-ELISA-Systems zum Nachweis multiresistenter Staphylokokken aus Abstrichmaterial etabliert haben.

Mit diesem Test haben wir die Möglichkeit des schnellen Nachweises und zur sicheren Identifizierung von Staphylokokken sowie deren genotypischen Resistenzen gegen das Antibiotikum Oxacillin.

Der Test erfasst die für die Resistenz gegen Oxacillin und dessen Derivate verantwortlichen Gene mecA und mecR und identifiziert Vertreter der Arten Staphylococcus aureus, Staphylococcus epidermidis und Staphylococcus haemolyticus, bei denen diese Resistenzeigenschaften häufig gefunden werden.

Da wir in klinischen Proben (z.B. Nasenabstrichen) mit einem gleichzeitigen Vorkommen von Staphylococcus aureus und den genannten koagulasenegativen Staphylokokken rechnen müssen, ist es sinnvoll, in dem Test auch die beiden häufigsten mecA-Gen tragenden koagulasenegativen Staphylokokken parallel mit nachzuweisen. Dadurch werden falsch positive Testergebnisse ausgeschlossen und für den Fall des parallelen Nachweises von Staphylococcus aureus und mecA-Gen und zusätzlich von Staphylococcus epidermidis oder Staphylococcus haemolyticus kann zumindest ein Verdacht auf MRSA ausgesprochen werden.

Die Testergebnisse liegen spätestens 24 Stunden nach Probeneingang vor (montags bis freitags / an Wochenenden und Feiertagen nach Absprache). Dies bedeutet im Vergleich zur kulturellen Diagnostik die Möglichkeit einer um mindestens 1 bis 2 Tage vorgezogenen Einleitung der adäquaten Therapie bzw. Isolierung der Patienten.

Eine Erregeranzucht muß allerdings parallel durchgeführt werden, um die Resistenz der Erreger zu bestimmen und den molekularbiologischen Test zu bestätigen. Seit 01.02.2004 läuft die routinemäßigen Durchführung der oben beschriebenen MRSA-Diagnostik.

Falls dieser Test für Patientenproben oder Personaluntersuchungen nicht durchgeführt werden soll, bitten wir dies im jeweiligen Fall auf dem Probenbegleitschein zu vermerken.

Für telefonische Nachfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung!

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