Labor Dr. Reising-Ackermann und Partner Labor Dr. Reising-Ackermann und Partner
HomeSitemap


ANFORDERUNGSSCHEIN /
EINWILLIGUNGSERKLÄRUNG zur DNA-Diagnostik
Leistungsübersicht
AAT-Defizienz
Adipositas
Adrenogenitales Syndrom (AGS) - Congenitale Adrenale Hyperplasie (CAH)
Angelman-Syndrom
AT - III
Apolipoprotein-B 100-Genotypisierung
Apolipoprotein-E-Genotypisierung
Azoospermie und schwere Oligozoospermie
Beta-Thalassämie
Brust- und Eierstockkrebs
Carney-Komplex Typ I
Chorea Huntington
CBAVD
Cowden-Syndrom/Bannayan-Zonana-Syndrom/PTEN
Cystische Fibrose
Faktor II-(Prothrombin)-Mutation
Faktor V-Cambridge-Mutation
Faktor V-H1299R-Mutation
Faktor V-Leiden-Mutation
5´-Fluorouracil-Toxizität
Hämochromatose
Hereditäre Fructose-Intoleranz
Holt-Oram-Syndrom
Homocysteinämie
Homocysteinämie, schwere (MTHFR-Mangel)
Hypertonie
Kolonkarzinom, erbliches
Laktose-Intoleranz (adulte Form)
Li-Fraumeni-like-Syndrom/Brustkrebs
Li-Fraumeni-Syndrom
Marfan-Syndrom
MEN 2A und 2B
Mittelmeerfieber, familiäres
MODY
Morbus Meulengracht
Multiple endokrine Neoplasie Typ 1 (MEN1)
Muskeldystrophie, DMD/BMD
Myoadenylat-Desaminase-Mangel-Myopathie
Noonan-Syndrom
Osteoporose
PAI1-Polymorphismus
Pankreatitis, hereditäre
Phenylketonurie
Polyposis coli
Prader-Willi-Syndrom
Protein-C-Mangel
Protein-S-Mangel
RETT-Syndrom
Saethre-Chotzen-Syndrom
SRY-Gen-Diagnostik
TPMT - Polymorphismen
Wilson-Syndrom
Vaterschaftstest


Unser LaborLeistungsverzeichnisDiagnostikServiceArztinformationenPatienteninformationenSprechstundenKontakt

 Saethre-Chotzen-Syndrom - Akrozephalosyndaktylie-Syndrom Typ III

OMIM 101400

 

Klinik

Das Saethre-Chotzen-Syndrom beinhaltet Brachyzephalie, maxillare Hypoplasie, gering- bis mäßiggradige Syndaktylien an Händen und Füßen und weiteren fakultativen Fehlbildungen. Selten wird eine geistige Minderentwicklung beobachtet, häufig eine Hörstörung leichteren Grades und Minderwuchs. Die Inzidenz beträgt ca. 1:30000.

 

Genetik

Es handelt sich um ein autosomal-dominantes Syndrom mit variabler Expressivität und meist vollständiger, gelegentlich inkompletter Penetranz. Die meisten Fälle treten jedoch sporadisch auf.

Die Erkrankung lässt sich zu 70% auf Mutationen im TWIST-Gen (OMIM 601622) auf 7p21 zurückführen, das für einen Transkriptionsfaktor mit einer DNA-Bindungsdomäne mit sogenannter Helix-Loop-Helix-Struktur kodiert. Alle bisher nachgewiesenen krankheitsverursachenden Mutationen befinden sich in dem einzigen kodierenden Exon, ein zweites nicht-translatiertes Exon scheint für die Erkrankung nicht relevant zu sein.

Ein weiterer Genort, der mit dem Auftreten des Saethre-Chotzen-Syndroms assoziiert ist, ist das Fibroblastenwachstumsfaktor-Rezeptor-3-Gen (Fibroblast growth factor receptor 3, FGFR 3) auf 4p16.3 (OMIM 134934.0014). Im FGFR-3-Gen wird eine einzige Mutation, P250R, bei Saethre-Chotzen-Patienten gefunden. Deren klinisches Bild zeigt keine wesentliche Abweichung zur Klinik von Patienten mit einer Mutation im TWIST-Gen.

 

Indikation

- Verdacht auf Saethre-Chotzen-Syndrom

- Differentialdiagnostische Abgrenzung zu anderen Akrozephalosyndaktylie-Syndromen

 

Molekulargenetische Diagnostik

- Mutationsanalyse des TWIST-Gens mittels PCR / DNA-Sequenzierung

- MLPA-Analyse zum Nachweis exonübergreifender Deletionen und Duplikationen

- Nachweis der Mutation P250R im FGFR-3-Gen mittels PCR / DNA-Sequenzierung

Die Untersuchung ist bei der DACH nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert

 

Material: 2 ml EDTA-Vollblut (kleines Röhrchen, originalverschlossen)

Kosten: Die Untersuchung unterliegt nicht der Budgetierung (Ausnahmeziffer 32010;  Überweisungsschein 6)

Bearbeitungszeit: ca. 2 Wochen

nach oben


Seite druckenSeite drucken