Thrombose-Risiko (Screening)
Es gibt Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen langer Reisedauer und venöser Thrombose. Das Ereignis ist im Vergleich zur enormen Frequenz von Langstreckenreisen selten und betrifft vor allem Reisende mit zusätzlichen Risikofaktoren für venöse Thrombembolien. Die verfügbare Beweislage erlaubt keine Abschätzung des tatsächlichen Risikos (WHO-Bericht 2001).
Zu den zusätzlichen Risikofaktoren zählen u.a. die nachgewiesene Thrombophilie bzw. die familiäre Thromboseneigung. Die wichtigsten thrombogenen Risikofaktoren APC-Resistenz, Protein C- bzw. Protein S-Mangel, das Vorliegen der Prothrombinmutation und den Antithrombinmangel kann man mit einer einzigen Blutentnahme und einem ökonomischen Screeningprogramm sicher ausschließen. Der ProC Global-Test ist ein Übersichtstest über eines der wichtigsten antikoagulatorisch wirkenden Systeme, das sogenannte Protein C-System mit den Komponenten APC-Resistenz, Protein C und Protein S. Ist der Test normwertig, ist eine nennenswerte Störung dieser Parameter ausgeschlossen. Der Ausschluß der Prothrombinmutation (G20210A) ist vor allem wegen der relativ hohen Inzidenz wichtig. Der Ausschluß eines Antithrombinmangels komplettiert das Programm.
Sind weiterhin kurz zurückliegende operative Eingriffe mit hohem Thromboserisiko, manifeste maligne oder sonstige schwere Erkrankungen und zurückliegende venöse Thromboembolien ausgeschlossen, ist das Risiko vergleichsweise gering.
Parameter
ProC Global und NR (Protein C Activity dependent Clotting Time = PCAT und Normalized Ratio = NR) ermöglichen die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Laboratorien und sind ähnlich zu verstehen wie die INR bei der Quickwertbestimmung)
Antithrombin
Prothrombinmutation G20210A
Material
1 Monovette Citratblut, 1 Monovette EDTA-Vollblut
Anamnese/Präanalytik
Bitte Angabe der aktuellen Medikation (speziell orale Kontrazeption, Hormonersatztherapie)
Gesamtpreis: 79,04

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