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 Vitamin D zur Krebsprävention und Erhöhung der Lebenserwartung

Epidemiologie

Die Sterblichkeitsraten an Krebs in nördlichen Gegenden der USA sind höher als in südlichen Gebieten. Da die Ernährung in den nördlichen Staaten der USA nicht so wesentlich verschieden ist von der in den südlichen Staaten, kann nicht allein die Ernährung hierfür verantwortlich gemacht werden. Eine große Untersuchung zeigte, dass ein erheblicher Teil der Todesursachen durch Krebs auf niedrige Sonnenlichtaufnahme, speziell auf niedrige UV B Aufnahme zurückzuführen ist. (UV B bewirkt die Bildung von Vitamin D3 in der Haut. Ein Vitamin D-Mangel lässt sich durch die Messung von 25-OH-Vitamin D (25OHD) im Serum gut erkennen. Ein Mangel ist häufig bei über 50-Jährigen zu finden.)

Die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs war bei Frauen mit ausreichender Sonnenlichtaufnahme um die Hälfte niedriger als bei Frauen mit Sonnenlichtmangel. Ähnliche Beziehungen wurden für den Eierstockkrebs, den Darmkrebs und den Prostatakrebs gefunden

In einer weiteren Arbeit konnte gezeigt werden, dass Männer mit ausreichender UV-B-Aufnahme im Mittel 4,5 Jahre später an Prostatakrebs erkranken, als solche mit Sonnenlichtmangel.

Hintergrund

Neuere Arbeiten zeigen, dass die aktive Form des Vitamin D, das 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Calcitriol), nicht nur in der Niere gebildet wird, sondern auch in einer ganzen Reihe von Geweben. Hier steuert es die Zellreifung und hemmt das ungehinderte Wachstum der Zellen.

Brust, Eierstock, Darm und Prostata können sich aus 25OHD die aktive Form des Vitamins selbst bilden. Dabei besteht ein Unterschied zur Situation in der Niere: in der Niere wird die Wirkform Calcitriol gebildet und in die Blutbahn abgegeben. Damit wird im Darm dann die Calciumaufnahme und in der Nebenschilddrüse die Bremsung der Hormonausschüttung bewirkt. In den genannten anderen Organen ist es so, dass das gebildete Calcitriol zum Serumspiegel keinen nennenswerten Beitrag leistet. Es wird in den Organen gebildet und dort nach erfolgter Wirkung wieder abgebaut.

Modellfall Schuppenflechte

Bei der Schuppenflechte teilen sich die Zellen zu oft. Durch Auftragen von Vitamin D (Calcitriol) auf die Haut oder vermehrte Sonnenlichteinwirkung kann die Schuppenflechte ausheilen oder sich wesentlich bessern. Es wurde gezeigt, dass durch Calcitriol die Zellteilung wesentlich gebremst wird.

Vitamin D Vorsorgeleistung:

Aus dem Gesagten geht hervor, dass eine Überprüfung der Spiegel an Vitamin D ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll ist - speziell im Winterhalbjahr. Die niedrigsten Spiegel werden im Januar bis März beobachtet. So lässt sich z.B. durch eine Blutentnahme in diesem Zeitraum feststellen, ob man unter der kritischen Schwelle von 25 µg/l liegt und eine Vitamin D Ergänzung (z.B. täglich eine "Vigantolette" mit 1.000 E/Tag oder einmal pro Monat eine Kapsel "Dekristol" 20.000) vornehmen sollte. Durch eine weitere Kontrolle nach 1 Jahr kann geprüft werden, ob man mit der gewählten Dosis den Zielbereich über 25 µg/l erreicht hat. Ist dies der Fall, so kann man in den folgenden Jahren sicherlich mit der gleichen Dosis fortfahren. Weitere Messungen von Vitamin-D alle 5 Jahre (Januar - März) erscheinen ausreichend.

Die Vitamin D Ergänzung empfiehlt sich lebenslang beizubehalten. Sie ist auch gegen Knochenschwund hilfreich. Durch eine Vitamin-D Zufuhr konnten die Knochenbruchraten und deren Folgekrankheiten bei Knochenschwund deutlich gesenkt werden.

 

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