Klinische Chemie

In der Abteilung für Klinische Chemie werden Parameter zur Diagnostik von Organ-, System- und Stoffwechselerkrankungen inkl. Tumormarker bestimmt sowie Drogenscreening, Medikamentenspiegel und Schwermetallanalysen durchgeführt. Im Rahmen der onkologischen Diagnostik kann eine Vielzahl von Tumormarkern bestimmt werden. Die Analytik von Drogen- und Medikamentenuntersuchungen wird automatisiert durchgeführt. Die (Kapillarzonen-) Elektrophorese und die HbA1C-Analytik runden das Leistungsprofil ab.  

Drogen- und Medikamentendiagnostik

Mit modernen, hochempfindlichen Analyseverfahren können Drogen und Medikamente über einen langen Zeitraum nachgewiesen werden. Bei Patienten, die mit positiven Befunden (insbesondere für THC oder Benzodiazepine) eine Therapie beginnen, empfiehlt sich die quantitative Bestimmung der Drogen und Medikamente, um anhand des Verlaufs einen Neukonsum frühzeitig erkennen zu können. Der Nachweis von Metaboliten (Abbauprodukten) des Substituts oder anderer Medikamente zeigt, dass es im Körper verstoffwechselt wurde und dokumentiert die Compliance des Patienten. Verschiedene Suchttherapieansätze bedingen unterschiedliche laboranalytische Strategien im toxikologischen Drogen- und Medikamentenscreening.

 

Der Drogen- und Medikamentennachweis erfordert wie jede andere diagnostische Untersuchung eine sorgfältige Probengewinnung und fachgerechte Präanalytik, eine einwandfreie Dokumentation der Arbeitsschritte und eine optimale Wahl des Analyseverfahrens. Wissen über Cut-Offs und Pharmakokinetik der Substanzen ist ebenso unabdingbar wie Kenntnisse über Manipulationsmöglichkeiten, Störfaktoren und Einflussgrößen.