Metoclopramid-Test (Paspertin®-Test)

Indikation

Nachweis / Ausschluss einer latenten Hyperprolaktinämie bei z.B.

  • Primärer bzw. sekundärer Amenorrhoe,
  • Eireifungsstörung (Hemmung oder Verzögerung der Follikelreifung, Lutealinsuffizienz, anovulatorische Zyklen)
  • Galaktorrhoe


Meßparameter

Prolaktin

Prinzip

Metoclopramid stimuliert Prolaktin. Eine überschießende Reaktion gibt Hinweis auf ein Prolaktin-sezernierendes Hypophysenadenom. Bei Frauen lassen basale Prolaktin-Werte zwischen 487 - 975 mIU/l eine latente Hyperprolaktinämie vermuten; durch den Metoclopramid-Test sollte die Diagnose gesichert werden

Durchführung

Test möglichst zwischen 19. - 24. Zyklustag (mittlere Lutealphase)

3 - 6 h nach dem Aufstehen. Vorher keine Palpation der Brust.

 

  1. Blutentnahme am nüchternen Patienten zur Bestimmung des basalen Prolaktinwertes
  2. i.v.-Applikation von 10 mg Metoclopramid (Paspertin®, MCP)
  3. Weitere Bluentnahme 25 - 30 min nach Metoclopramid-Gabe, Proben kennzeichnen


Bewertung

Physiologisch:

Anstieg des Prolaktinwertes bei

  • Frauen (in der Lutealphase) auf max. 4240 mIU/l
  • Männern auf max. 2608 mIU/l

 

Ein Anstieg des Prolaktins über o.g. Werte hinaus spricht für eine latente Hyperprolaktinämie.