Herz-/ Kreislaufgesundheit im Blick

Wichtige Laborwerte für die kardiovaskuläre Prävention

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) stellen weltweit nach wie vor die häufigste Todesursache dar. Ins besondere Dyslipidämien gelten als ein zentraler Risikofaktor für die Entstehung von Atherosklerose, koronaren Herzkrankheiten und Schlaganfällen. Daher sind eine möglichst frühzeitige Erkennung sowie auch eine konsequente Therapie letztlich von entscheiden der Bedeutung. Neben etablierten Lipidparametern wie Triglyzeriden, Cholesterin, LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin rücken in diesem Kontext Lipoprotein(a) und genetische Untersuchungen vermehrt in den Fokus.

Labordiagnostisches Vorgehen

Zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos ist zu nächst ein Standard-Lipidprofil (Nüchternabnahme) zu bestimmen. Dieses umfasst aktuell laut Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyzeride und Lipoprotein (a) als unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse. Derzeit wird eine einmalige Messung des Lp(a)-Wertes insbesondere für Personen mit frühzeitiger atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung (ASCVD) in der Eigen- oder Familienanamnese, familiärer Hypercholesterinämie (FH) oder ungeklärt hohem kardiovaskulärem Risiko empfohlen. Das kardiovaskuläre Risiko steigt nahezu linear mit der Höhe des Lp(a)-Wertes an, selbst wenn die LDL-Werte gut kontrolliert sind. Eine generelle Einbindung von Lp(a) in die Routine-Diagnostik trägt dazu bei, Hochrisikopatienten früher zu identifizieren und präventive Maßnahmen gezielter einzuleiten.

Risikokategorien und Therapieziele für die LDL-Cholesterin-Senkung

Arztinformationen

Dr. med. Jana Schuster Ärztliche Leitung +49 341 6565-734 j.schuster@labor-leipzig.de
Dr. med. Claudia Rudolph Leitung Autoimmundiagnostik +49 341 6565-761 c.rudolph@labor-leipzig.de