Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In den letzten Jahren verzeichnen deutsche Hausärzte eine hohe Zunahme derjenigen Patienten, die unter den Folgen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (NMU) leiden. In Deutschland liegt die Prävalenz für NMU bei etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Während der „Laie“ in der Regel jede Unverträglichkeitsreaktion gegenüber Lebensmitteln auf eine Allergie zurückführt, wird wissenschaftlich zwischen folgenden Krankheitsbildern unterschieden:

  • Nahrungsmittelallergie (NMA)
  • Nahrungsmittelintoleranz (NMI)
  • Zöliakie
  • weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

Diagnose

Die richtige Diagnose stellt Ärzte verschiedener Fachrichtungen vor diagnostische und therapeutische Herausforderungen, da die klinischen Symptome oft täuschend ähnlich und mitunter unspezifisch sind. Die Symptome reichen von Blähungen und krampfartigen Bauchschmerzen über Hautekzem bis zu Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme.

Eine frühzeitige und zuverlässige Diagnose durch den Hausarzt ermöglicht ein gezieltes Eingreifen in den Krankheitsverlauf. Mit geeigneten therapeutischen und präventiven Maßnahmen kann die Krankheitsprogression meist positiv beeinflusst und so die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessert werden. Zur Diagnosefindung muss ein breites Spektrum von Differenzialdiagnosen, meistens im Rahmen einer fachübergreifenden Kooperation beachtet werden.

Mögliche Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit

Häufige Symptome Weniger häufige Symptome Seltene Symptome Sehr seltene Symptome
  • Blähungen
  • Orales Kribbeln
  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Urtikaria

 

 

  • Trommelbauch
  • Erbrechen
  • Völlegefühl
  • Meteorismus
  • Diarrhoe
  • Flush
  • Übelkeit
  • Atemnot
  • Ekzeme
  • Apathie
  • Hypoglykämie
  • Kopfschmerzen
  • Rhinitis
  • Depression
  • Gedeihstörung
  • Kreislaufprobleme
  • Konjunktivitis
  • Sodbrennen
 
  • Zittern
  • Unruhe
  • Hitzegefühl

 

 

 

 

 

Die gezeigten Symptome sind in der Regel nicht ernsthaft gesundheitsschädlich, doch ist der Leidensdruck für die Betroffenen sehr hoch, da es sich um wiederkehrende Beschwerden handelt, die den Alltag deutlich beeinträchtigen. Zudem können unklare Beschwerden wie Apathie, Unruhe und depressive Verstimmungen den psychischen Druck der Patienten erhöhen. Dies führt dazu, dass immer mehr Patienten ihr Heil in alternativen Verfahren versuchen. 

 

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